Im Kurgarten – der Startpunkt
Der Wendelstein-Männlein-Weg beginnt mitten im Herzen von Bayrischzell: im Kurpark. Vom Bahnhof aus geht es vorbei am Hotel Alpenrose und der Sparkasse direkt in den grünen Kurpark, wo das erste Wendelstein-Männlein auf dich wartet und den Weg eröffnet.
Im Kurpark plätschert der Larchbach, und über eine Natursteintreppe kannst du direkt ins kühle Wasser steigen. Die kleinen Steine massieren dabei die Fußsohlen – eine wohltuende Kneipp-Erfahrung schon zu Beginn der Tour.
Der Kneipp-Park – Wasser für Körper und Geist
Dem Bach flussaufwärts folgend erreichst du nach wenigen Minuten die Kneippanlage Bergfeld. Hier kannst du nicht nur die Beine, sondern auch die Arme in das frische Bergwasser tauchen – eine echte Wohltat für den Kreislauf.
Vielleicht entdeckst du auch den Einstieg direkt in den Bach. Von hier aus folgen die Männlein und Weiblein den Weg bergauf weiter in Richtung Parapluie.
Das Parapluie – mit Aussicht auf Bayrischzell
Das Parapluie – französisch für „Regenschirm" – ist ein charmanter kleiner Brotzeitstand mit einem runden Schirmdach, der schon seit Generationen ein beliebter Treffpunkt für Bayrischzeller Kinder und Jugendliche ist.
Im Jahr 2012 kamen die Brotzeit-Alm und ein hölzerner Aussichtsturm hinzu, von dem aus du einen herrlichen Blick über das Tal hast. Ein perfekter Ort für eine erste Pause!
Die Grüne Gumpe – Abenteuer am Wildbach
Entlang des Totholz-Steigs lernst du auf dem Weg zur Grünen Gumpe, welche wichtige Rolle abgestorbenes Holz im Wald spielt. Baumstümpfe, Äste und umgefallene Stämme sind wertvolle Lebensräume – wer genau hinschaut, entdeckt Spechtlöcher und allerlei Getier.
Nach einem kurzen Anstieg erwartet dich der Abenteuerspielplatz an der Grünen Gumpe. Die natürlichen Strudeltöpfe – sogenannte Gumpen – hat der Wendelsteinbach über Jahrtausende in den Fels gewaschen. Bei Sonnenschein schimmern sie in einem atemberaubenden Grün bis Blau.
Der Siglhof – verdiente Einkehr in Hochkreuth
Von der Grünen Gumpe aus führen die Männlein und Weiblein den letzten kleinen Anstieg hinauf. Nach etwa 20 Minuten erreichst du das Bergcafé Siglhof in Hochkreuth – der höchste Punkt der Wanderung auf knapp 1.000 Metern.
Hier lohnt sich eine ausgiebige Pause mit Kaffee und Kuchen. Direkt neben dem Café gibt es einen Spielplatz mit einem echten Oldtimer-Traktor – ein großes Vergnügen für die kleinen Wanderer.
Der Wasserfall – Naturspektakel an der Tannermühle
Auf dem Rückweg führen dich die Männlein durch einen seltenen Schneeheide-Kiefern-Wald. Das Schneeheidekraut – auch Erika genannt – wächst nur auf nährstoffarmen Böden und bildet zusammen mit den Kiefern eine besonders wertvolle Vegetationsform.
An der Wasserfallbrücke angekommen, öffnet sich ein beeindruckendes Panorama: links die tiefsten Gumpen im Bach, rechts der Wasserfall, der direkt hinter der historischen Tannermühle in die Tiefe stürzt. Wer auf der Brücke tief einatmet, spürt die feinen Wasserperlen auf der Zunge – elektrisch geladene Wasserteilchen, die der Wasserfall aufwirbelt und die gut für die Lunge sind.
Zurück im Kurpark – ein runder Abschluss
Dem Weg weiter folgend kehrt man schließlich wieder in den Kurpark zurück, wo das erste Wendelstein-Männlein bereits auf die Rückkehr wartet. Die Runde ist geschlossen – und wer noch Energie hat, kann sich im nahe gelegenen Alpenfreibad Bayrischzell eine wohlverdiente Abkühlung gönnen.
Der Kurpark selbst lädt mit seinen Sitzgelegenheiten, dem Bach und dem Spielplatz zum Verweilen ein – ein schöner Abschluss für die ganze Familie nach einer erlebnisreichen Wanderung.
Bereit für die Wanderung?
Der Wendelstein-Männlein-Weg ist das ganze Jahr über begehbar und mit der Bahn bequem erreichbar. Plane deinen Ausflug nach Bayrischzell!