LRA MB 30.3.: Umgestaltung der Versorgung im Landkreis

Ausschnitte aus der heutigen Meldung des Landkreises Miesbach:

Die aktuellen Corona-Zahlen im Landkreis Miesbach: 301 positiv Getestete (plus 13 zum Vortag), 41 davon sind bereits wieder gesundet. Stationär werden 29 Personen betreut, 10 davon intensivmedizinisch.

Die Umgestaltung der medizinischen Versorgung der Bürger im Landkreis Miesbach während der Corona-Krise nimmt weiter Gestalt an: Seit Freitag gibt es in jedem Leitstellen-Bereich Mediziner, die als „Ärztliche Leiter“ in der Führungsgruppe Katastrophenschutz der Landkreise mitarbeiten. Sie sollen Patientenströme in den Landkreisen und kreisfreien Städten dezentral innerhalb der regionalen Krankenhausstrukturen steuern. Für den Bereich der Integrierten Leitstelle Rosenheim (umfasst Stadt und Land Rosenheim sowie den Landkreis Miesbach) übernimmt Dr. Michael Städtler die Aufgabe des Ärztlichen Leiters.

Als Ergänzung zum Krankenhaus Agatharied läuft bekanntlich die Planung für temporäre Hilfskrankenhäuser im Landkreis Miesbach. Hier sollen voraussichtlich Covid-Patienten post-stationär untergebracht werden. In anderen Häusern könnten nicht-Covid-Patienten nach dem stationären Klinikaufenthalt gebündelt werden. Das Krankenhaus soll damit entlastet werden. Für fünf Standorte wird aktuell die Machbarkeit geprüft. Es handelt sich um zwei größere Hotels, zwei Reha-Kliniken und eine Schule.

Parallel dazu reichte die Führungsgruppe Katastrophenschutz in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Abstimmung mit der Regierung von Oberbayern eine Liste mit dringendem Material- und Personalbedarf ein, darunter Beatmungsgeräte plus Zubehör, Schutzausrüstung (u.a. Kittel, Masken, Augenschutz), Testsets, pflegerisches und ärztliches Personal) sowie Personal für das Gesundheitsamt. Noch ist nicht bekannt, wann und was von der Anforderung in Miesbach ankommt. Ministerpräsident Söder kündigte in seiner heutigen Pressekonferenz an, u.a. den besonders von der Ausbreitung des Virus betroffenen Landkreis Miesbach mit Material und Personal unterstützen zu wollen. Aktuell ist beides sehr knapp.

Alle Schutzmaterialien, die die Führungsgruppe Katastrophenschutz über die Oberbehörden erreichen oder auf eigenen Kanälen beschafft werden kann, werden zentral verteilt. Dazu wurde ein Zentrallager eingerichtet, von wo aus Material durch das THW Ortsverband Miesbach priorisiert verteilt wird. Krankenhaus, Ärzte und Seniorenpflege haben Vorrang. Die Disponierung der Materialien hat die Unterstützungsgruppe der Führungsgruppe Katastrophenschutz, bestehend aus freiwilligen Feuerwehrlern und THWlern, übernommen.