1076 bauten zwei Einsiedler hier oben eine Zelle mit Kirchlein, daraus wurde ein Kloster, das über Fischbachau nach Scheyern zog. Zum Jubiläum haben die Benediktiner zehn kurze Filme gedreht, die diese Geschichte erzählen. Hier stehen sie alle beieinander.
Zehn Filme über 950 Jahre
Die Folgen sind zwischen einer halben Minute und viereinhalb Minuten lang. Jede steht für sich, du kannst sie also in beliebiger Reihenfolge schauen. Gedreht hat sie das Kloster Scheyern selbst.
Woher das Wissen kam
Wie konnten Mönche eine ganze Landschaft erschließen? Die Klöster waren über Europa vernetzt, Wissen wurde weitergegeben, ein früher Technologietransfer. Dazu kamen Handwerker, Schmiede und Zimmerleute, deren Können im Kloster auf das Wissen aus den Büchern traf. Und man hielt fest, was funktionierte und was nicht.
Kloster Scheyern
Der Weg, der hier begann
1076 stiftet Gräfin Haziga bei Bayrischzell eine Klosterzelle — der Beginn dessen, was später das Hauskloster der Wittelsbacher in Scheyern wird. Über Fischbachau und den Petersberg führt der Weg dorthin. Und am Ende immer wieder zurück nach Bayrischzell.
Kloster Scheyern
Zwei Männer, ein Tal
Die Geschichte von Bayrischzell und dem Kloster Scheyern beginnt nicht mit einem Bauwerk, sondern mit Stille. Zwei Eremiten, Otto und Adalbert, ziehen sich in den Nordwald zurück. Aus ihrer Einsamkeit — und der Unterstützung der Gräfin Haziga — wird eine Bewegung, die das ganze Tal erschließt.
Kloster Scheyern
Alte Psalmen, neue Sprache
Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil sollte das Chorgebet für alle zugänglich werden. In Scheyern entstand daraus ab den 1970er Jahren ein Werk, das den gregorianischen Choral mit heutiger Sprache verbindet. Gesungen wird nicht im starren Takt, sondern nach dem Wort, seinem Klang und seinem Atem. Die heutige Ausgabe umfasst alle 150 Psalmen.
Kloster Scheyern
Haziga, die Gründerin
Alles begann mit einer Frau: Gräfin Haziga gründete vor fast 950 Jahren das Kloster und wurde zur Stammmutter der Wittelsbacher. Woher sie kam, weiß bis heute niemand genau. Eine Porzellan-Skulptur von Margit Grüner denkt sie neu.
Kloster Scheyern
Trendsetter seit 529
Mönchskleidung und Jeans sind eigentlich Geschwister — beide begannen als Arbeitskleidung. Eine augenzwinkernde Geschichte über Schwarz als Haltung, Burgunderschwarz als Statussymbol und die Frage, was Mode mit Überzeugung zu tun hat.
Kloster Scheyern
Woher der Name kommt
Margarethenzell, Innere Zell, die Zell, Bayrischzell. In 950 Jahren hat der Ort mehrere Namen getragen. Geblieben ist das Wort Zell, von der Mönchszelle, mit der hier alles anfing.
Kloster Scheyern
Eine Klosterzelle heute
Ein Bett, ein Schreibtisch, ein Kreuz, ein Buch. So sieht eine Klosterzelle in Scheyern heute aus. Wir sind eben nicht mehr im Jahr 1076: Früher war mehr Buße, heute ist mehr Thermostat.
Kloster Scheyern
Zwölf Mönche aus Hirsau
1079 kamen zwölf Mönche aus Hirsau im Schwarzwald hierher, fast 300 Kilometer zu Fuß. Reformmönche mit der strengsten Regel ihrer Zeit. Heute kommen Gäste von nah und fern und suchen vielleicht dasselbe wie damals: Ruhe.
Kloster Scheyern
Die gestaltete Landschaft
Diese Bilderbuchlandschaft ist kein Zufall, sie ist gemacht. Die Mönche rodeten den Wald, legten Wege an, entwässerten das Tal und lenkten das Wasser der Leitzach. Wo Ackerbau kaum möglich war, entstand Viehwirtschaft und damit die ersten Almen. Ohne sie hätte sich hier kaum jemand niedergelassen.
Kloster Scheyern
Von der Zelle zum Kloster, und was von beidem blieb
Die meisten kennen Bayrischzell als Ferienort oder als Kulisse der ZDF-Serie „Frühling". Dass das Dorf einen der ältesten klösterlichen Ursprünge in Altbayern hat, wissen die wenigsten.
- 1076Die Einsiedler Otto und Adalbert errichten eine Zelle mit Kirchlein im heutigen Bayrischzell. Die Gründung steht im Umfeld der Gräfin Haziga und der frühen Wittelsbacher.
- 1077Das Kirchlein wird geweiht.
- 1079Aus der Einsiedelei wird 1079/1080 ein richtiges Kloster, das „Kloster in der Zell".
- 1085Das Kloster wird nach Fischbachau verlegt, später nach Scheyern. Bayrischzell bleibt als Siedlung bestehen, der Name „Zell" steckt bis heute im Ortsnamen.
- 2026Bayrischzell und das Kloster Scheyern feiern gemeinsam 950 Jahre. Der Ort, in dem alles begann, und das Kloster, in dem es weiterging.
Noch ein Film, im Peterhofkino
Am 7. Oktober 2026 läuft um 19:30 Uhr im Peterhofkino Bayrischzell „Vom Ursprung zur Gegenwart, Kloster Scheyern heute". Ein 15-minütiger Film über das heutige Leben der Mönche, danach spricht ein Mönch über das Kloster und seine Geschichte, angefangen bei der Gründung in Bayrischzell. Der Termin im Juli ist gelaufen, der im Oktober steht noch an.



