950 Jahre Bayrischzell

Ein Dorf feiert seine Geschichte

950 Jahre Bayrischzell – Jubiläum 2026

Jubiläum 2026 · Rückblick

950 Jahre Bayrischzell

Bayrischzell hat 2026 ein besonderes Jubiläum gefeiert. Der Ursprung reicht ins Jahr 1076 zurück, als zwei Einsiedler, Otto und Adalbert, hier oben eine kleine Zelle mit Kirchlein errichteten. Aus dieser Einsiedelei entstand ein Kloster, das später nach Fischbachau und schließlich nach Scheyern verlegt wurde. Der Ort blieb. Und hat jetzt gemeinsam mit dem Kloster Scheyern gefeiert: 950 Jahre Geschichte.

Anfang Juli wurde das groß gefeiert, mit Festzelt am Seeberg, Festgottesdienst, Umzug durch den Ort und mehreren Tagen Programm. Ich lebe hier und halte auf dieser Seite fest, wie das Fest war. Nach und nach kommen auch die Bilder dazu.

So war die Festwoche

Festwoche vom 2. bis 6. Juli 2026

Donnerstag, 2. Juli, Festabend
Um 19:00 Uhr gab es den Bieranstich im Festzelt am Seeberg. Es spielte die Bayrischzeller Musikkapelle. Das war der offizielle Auftakt, der Abend, an dem das Dorf zusammenkam.

Freitag, 3. Juli, Goaßmaßfest
Bereits zum 10. Mal veranstalteten die Bayrischzeller Plattler ihr traditionelles Goaßmaßfest. Die Musik kam vom Oberland Express, dazu gab es Barbetrieb und Bewirtung.

Samstag, 4. Juli, Zeltfest
Zünftiges Zeltfest mit der Südtiroler Musi Naturnser Böhmische. Festzeltbetrieb den ganzen Abend.

Sonntag, 5. Juli, Festgottesdienst und Festzug
Der Höhepunkt des Jubiläums. Der Tag begann mit einem Festgottesdienst vor dem Rathaus. Danach zog der Festzug durch den Ort bis zum Festzelt am Seeberg, wo das 950-jährige Bestehen gemeinsam gefeiert wurde.

Montag, 6. Juli, Kesselfleischessen
Der gemütliche Ausklang. Kesselfleischessen im Festzelt, dazu spielte noch einmal die Bayrischzeller Musikkapelle.

Bilder vom Fest

So war das Jubiläum

Hier kommen nach und nach die Bilder von den Festtagen dazu. Den Anfang macht der Festabend, in den nächsten Tagen folgen die Aufnahmen vom Festtag mit Festmesse und Umzug.

Erinnerungsfilm

Eine kleine Doku zum Jubiläum

Zum Jubiläum entsteht noch ein kurzer Film. Kein Werbevideo für große Reichweite, sondern ein Erinnerungsfilm für Bayrischzell. Sobald er fertig ist, findest du ihn hier und auf meinem YouTube-Kanal.

Begleitprogramm

Was sonst noch im Jubiläumsjahr passiert

Kunst im ganzen Ort
Über das gesamte Ortsgebiet verteilt stehen Kunstwerke im öffentlichen Raum, ein richtiger Kunstweg durch Bayrischzell mit weit mehr als nur einer Handvoll Skulpturen. Noch zu sehen bis Mitte September 2026. Man stößt beim Spaziergang durch den Ort drauf, kein Eintritt, kein Museum, einfach draußen.

Kinovorstellung: „Vom Ursprung zur Gegenwart, Kloster Scheyern heute"
Am 15. Juli und 7. Oktober 2026, jeweils um 19:30 Uhr im Peterhofkino Bayrischzell. Ein 15-minütiger Film über das heutige Leben der Mönche im Kloster Scheyern, danach spricht ein Mönch über das Kloster und seine Geschichte, angefangen bei der Gründung in Bayrischzell. Wer sich für die historische Verbindung interessiert, sollte sich das nicht entgehen lassen.

VHS-Programm
Die Volkshochschule Bayrischzell stellt ihr Sommersemester unter das Jubiläum. Kurse zu Geschichte, Kultur, Brauchtum und Kunst der Region.

Die Geschichte dahinter

Von der Zelle zum Kloster, und was von beidem blieb

Die meisten kennen Bayrischzell als Ferienort oder als Kulisse der ZDF-Serie „Frühling". Dass das Dorf einen der ältesten klösterlichen Ursprünge in Altbayern hat, wissen die wenigsten.

1076 errichten die Einsiedler Otto und Adalbert eine Zelle mit Kirchlein im heutigen Bayrischzell. Die Gründung steht im Umfeld der Gräfin Haziga und der frühen Wittelsbacher.

1077 wird das Kirchlein geweiht.

1079/1080 wird aus der Einsiedelei ein richtiges Kloster, das „Kloster in der Zell".

1085 wird das Kloster nach Fischbachau verlegt, später nach Scheyern. Bayrischzell bleibt als Siedlung bestehen, der Name „Zell" steckt bis heute im Ortsnamen.

2026 haben Bayrischzell und das Kloster Scheyern gemeinsam 950 Jahre gefeiert. Der Ort, in dem alles begann, und das Kloster, in dem es weiterging.

Gut zu wissen

Wenn du jetzt nach Bayrischzell kommst

Das große Fest ist vorbei, aber der Kunstweg im Ort ist noch bis Mitte September zu sehen. Wer deshalb oder einfach so vorbeikommt, für den hier ein paar Tipps.

Anreise: Bayrischzell hat einen Bahnhof (BOB/BRB ab München). Mit dem Auto geht es über die B307. Aktuelle Hinweise findest du auf meiner Wetter- und Planungsseite.

Übernachten: Eine kleine Auswahl an Unterkünften, die ich persönlich kenne, findest du hier.

Essen: Meine Restauranttipps für Bayrischzell findest du hier. An schönen Sommertagen am besten reservieren.

950 Jahre · Bayrischzell und Scheyern

Der Anfang liegt hier

Das Hauskloster der Wittelsbacher steht in Scheyern. Angefangen hat es in Bayrischzell.

1076 stiftet Gräfin Haziga hier eine Klosterzelle. Mönche aus Hirsau ziehen ein — gute Luft, strenge Regel, schwer zu bewirtschaften. In 42 Jahren wandert die Gemeinschaft weiter: über Fischbachau, den Petersberg, bis 1119 nach Scheyern. Dort hat sie Bestand.

„Umwege erhöhen die Ortskenntnis."

Zum 950-Jahr-Jubiläum hat das Kloster Scheyern eine Filmreihe über diesen Weg gemacht. Zehn kurze Folgen, ruhig erzählt, aus der Sicht des Klosters selbst.

Jeden Sonntag schalten wir eine neue Folge frei.

Filme: Kloster Scheyern

Weitere Folgen

Folge 1

Der Weg, der hier begann

1076 stiftet Gräfin Haziga bei Bayrischzell eine Klosterzelle — der Beginn dessen, was später das Hauskloster der Wittelsbacher in Scheyern wird. Über Fischbachau und den Petersberg führt der Weg dorthin. Und am Ende immer wieder zurück nach Bayrischzell.

Kloster Scheyern

Folge 2

Zwei Männer, ein Tal

Die Geschichte von Bayrischzell und dem Kloster Scheyern beginnt nicht mit einem Bauwerk, sondern mit Stille. Zwei Eremiten, Otto und Adalbert, ziehen sich in den Nordwald zurück. Aus ihrer Einsamkeit — und der Unterstützung der Gräfin Haziga — wird eine Bewegung, die das ganze Tal erschließt.

Kloster Scheyern

Folge 3

Alte Psalmen, neue Sprache

Kloster Scheyern

Folge 4

Haziga, die Gründerin

Alles begann mit einer Frau: Gräfin Haziga gründete vor fast 950 Jahren das Kloster und wurde zur Stammmutter der Wittelsbacher. Woher sie kam, weiß bis heute niemand genau. Eine Porzellan-Skulptur von Margit Grüner denkt sie neu.

Kloster Scheyern

Folge 6

Woher der Name kommt

ab Sonntag, 12. Juli

Folge 7

Eine Klosterzelle heute

ab Sonntag, 19. Juli

Folge 8

Zwölf Mönche aus Hirsau

ab Sonntag, 26. Juli

Folge 9

Die gestaltete Landschaft

ab Sonntag, 2. August

Folge 10

Woher das Wissen kam

ab Sonntag, 9. August

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