Das Explorer Hotel am Seeberg
Seit dem 30. Oktober hat Bayrischzell ein neues Hotel. Am Fuß des Seebergs, dort, wo früher der Wohnmobilstellplatz und im Winter der Eislaufplatz waren, hat die Explorer-Gruppe ihr 12. Haus eröffnet, das 5. in Deutschland, mit 100 Zimmern.
Geplant wurde seit 2019. Begeistert war am Anfang nicht jeder im Ort, erzählt Alexandra Eberle. Die Gemeinde hat die Einheimischen früh einbezogen, das Konzept wurde in Gemeinderatssitzungen vorgestellt und besprochen. Gebaut wurde dann in 10 bis 11 Monaten.
Für den Ort besonders interessant: Ein eigenes Restaurant gibt es bewusst nicht. Wer richtig essen will, soll in die Wirtshäuser und Pizzerien im Ort. Ein Teil des Teams kommt aus Bayrischzell und Fischbachau.
Kapitel
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Auf einen Blick
- Eröffnet
- 30. Oktober 2026 Quelle
- Lage
- Seebergstraße, am Fuß des Seebergs Quelle
- Haus
- 12. Explorer Hotel, 100 Zimmer Quelle
- Bauweise
- Passivhaus, Wärmepumpe mit Grundwasser, Photovoltaik auf dem Dach Quelle
- Essen
- Frühstück und Snacks an der Bar, kein eigenes Restaurant Quelle
- Anreise
- 10 % günstiger mit Bahn oder Rad (Climate Rate) Quelle
Zum Anhören
Bayrischzell kompakt, Sonderausgabe
Die Radiofassung aus Bayrischzell kompakt, gut 3 Minuten.
Moderation mit KI-Stimmen, das Interview ist echt.
Eindrücke aus dem Haus








Das Gespräch zum Nachlesen
Was ist am Seeberg entstanden?
MichaelWas ist denn jetzt hier am Seeberg entstanden und für wen ist dieses Haus eigentlich gedacht?
Alexandra EberleJa, hier ist ein trendiges Basislager für sportliche Alpenentdecker entstanden, das 12. Explorer Hotel. Wir haben aktuell 12 Standorte in den deutschsprachigen Alpenraum und Bayrischzell ist das 5. deutsche Haus.
Was bietet das Haus?
Alexandra EberleUnsere Häuser sind so gestaltet, dass wir super moderne Zimmer haben, sehr funktional, viele Ablageflächen und ein gutes Frühstück, ein gutes Bett. Wir haben einen Spa-Bereich mit Sauna, Dampfbad und Infrarotkabine und einen Fitnessbereich dabei und der Gast kann sich am Abend bei uns in der Lounge aufhalten. Wir haben eine Werkbank bei uns direkt in der Lounge, also nicht einen Keller, wo man seine Ski herrichten kann und seine Bikes, sondern wenn er vom Skifahren kommt, kann er das direkt bei uns in der Rezeption machen, seine Ski wieder schleifen und herrichten für einen anderen Tag. Ja und da kommen die Gäste alle zusammen und genau das wollen wir.
Warum gerade Bayrischzell?
MichaelWas macht denn für euch als Explorer-Gruppe den Ort Bayrischzell so interessant?
Alexandra EberleWir schauen immer nach Destinationen, die 365 Tage im Jahr was bieten. Und das bietet eben Bayrischzell. Wir würden jetzt nie in einer Destination bauen, wo es nur eine Sommer- oder eine Wintersaison gibt. Es ist super attraktiv und wir erhoffen uns da einfach, dass wir nach Bayrischzell neue Gäste bringen. Und dass der Ort dann auch davon profitieren kann.
Wie kam es zum Grundstück?
MichaelHier stand ja früher, wo das Explorer Hotel jetzt steht, stand ja früher der Wohnmobilstellplatz und unser Eislaufplatz war hier. Wie seid ihr denn gerade auf dieses Grundstück hier gekommen?
Alexandra EberleUnd dann haben die uns verschiedene Bauplätze vorgestellt und das war eben einer davon. Und dann haben wir gesagt, das ist es. Genau. Und der Vorteil war für uns, dass der Bürgermeister direkt die Bevölkerung mit einbezogen hat, also alle Einheimischen. Und da sind wir sofort in den offenen Austausch gegangen. Und das war am Anfang, ja, man weiß es, das war nicht gerade positiv, es ist angenommen worden. Aber durch den offenen Austausch und die konstruktiven Gemeinderatssitzungen, die wir dann auch hatten und die Vorstellung von uns, vom Konzept, ist es immer mehr in die positivere Richtung gegangen.
Wie lange hat es gedauert?
MichaelWie lange hat es jetzt gedauert von der Idee, ein Explorer Hotel hier zu bauen bis zur Umsetzung?
Alexandra Eberle2019 hat es angefangen. Jetzt ja dann fast 7 Jahre und eine reine Bauzeit haben wir so von 10 bis 11 Monaten. Das ist fast eine Schwangerschaft.
Was heißt Passivhaus?
MichaelEure Häuser sind ja jetzt Passivhäuser. Was heißt das jetzt im Alltag und gerade hier im Schatten des Seebergs?
Alexandra EberleAlso unsere Passivhausbauweise, jedes Haus ist so gebaut. Das ist eine spezielle Bauweise, wo wir eine spezielle Dichte der Gebäudehülle haben. Spezielle Fenster, spezielle Dämmung und durch die Gäste, durch die Mitarbeiter und die technischen Geräte im Haus erzeugen wir nochmal selber Wärme. Das merkt man schon, wenn das Haus voll ist, ist es auch wärmer im Haus. Wenn das Haus ein bisschen leerer ist, wird es kühler im Haus. Also das merkt man einfach dann auch im Winter.
Anreise ohne Auto
MichaelWer mit der Bahn anreist, bekommt bei euch einen Rabatt. Warum ist euch die Anreise ohne Auto so wichtig?
Alexandra EberleSehr wichtig, weil der größte Faktor vom CO2-Ausstoß ist eben die Anreise unserer Gäste. Wir machen seit 4 Jahren, bieten wir die Climate Rate an. Das heißt, wenn der Gast mit dem ÖPNV anreist oder mit dem Fahrrad, bekommt er 10 Prozent. Das wird richtig gut angenommen. Und das Gute ja hier ist, im Bayrischzell, wir haben eine super ÖPNV-Anbindung. Wir haben ja den Bahnhof direkt im Bayrischzell, der läuft 5, 7 Minuten höchstens. Und ja, das ist sensationell für unsere Gäste.
Und die Wirte im Ort?
MichaelIhr verzichtet ja bewusst auf Ihr eigenes Restaurant. Wie wichtig ist Euch denn die Zusammenarbeit mit den Wirten und Betrieben hier im Ort?
Alexandra EberleSehr wichtig. Unser Konzept ist so gestaltet, dass eben wir kein Restaurant haben, also ganz bewusst nicht. Da sind wir auch nicht die Profis, das sollen die anderen Partner machen. Und wenn man wirklich was Richtiges essen will, der geht raus in die einheimische Gastronomie, wo es super Küchen gibt, Pizzerien. Ja, und in Bayrischzell haben wir da ja einige Betriebe davon. Und für uns ist wichtig, dass es ein Miteinander ist. Es ist auf jeden Fall keine Konkurrenz. Wir bringen ja neue Gäste in den Ort und ich glaube schon, dass die Betriebe von uns da auch eine Wertschöpfung haben. Nicht nur die Gastronomie, sondern auch Bergsportpartner, die Bergbahnen, die profitieren auch davon.
Arbeitsplätze im Tal
MichaelWie viele Arbeitsplätze entstehen denn hier und wie viele Leute kommen aus der Region?
Alexandra EberleEs entstehen 20 Arbeitsplätze. Wir haben einige Buddies, also so heißen unsere Mitarbeiter, die nennen wir so. Das sind unsere Buddies wie ein Kumpel, der unsere Gäste während des Urlaubs begleitet. Der begleitet sie jetzt nicht auf dem Berg, aber er informiert sie über die Destination und kann Tipps geben. Wir haben einige aus Bayrischzell, Fischbachau und unser Hotelmanager, der Marco Krentzien, kommt auch aus Fischbachau. Das ist natürlich für uns super. Da hat auch die Gemeinde und die Destination einen guten Ansprechpartner bei uns hier im Haus. Der kennt sich aus, der ist im Ort integriert und wir sind happy mit der Teamzusammenstellung. Also es hat gut funktioniert.
Was soll man in einem Jahr sagen?
MichaelWas soll man jetzt in einem Jahr über das Explorer Hotel sagen?
Alexandra EberleIhr gehört zu uns. Es ist so, als wärt ihr schon immer da gewesen und wir freuen uns, dass ihr da seid. Das wäre toll, wenn man das über uns sagen könnte aus Bayrischzell oder von der Bayrischzeller Bevölkerung.
Ein redaktioneller Beitrag von Treffpunkt Bayrischzell. Das Hotel hat dafür nichts bezahlt. Das Gespräch wurde für Video und Radio gekürzt, die Abschrift gibt die Fassung im Video wieder. Fotos: Standbilder aus dem Video.
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