Treffpunkt Bayrischzell
Familie

Erlebnisberg Hocheck in Oberaudorf

Sesselbahn, Sommerrodelbahn mit 360-Grad-Kreisel, Flying Fox und Goldwaschen. Von Bayrischzell über den Tatzelwurm eine gute halbe Stunde.

Der Hocheck liegt in Oberaudorf, in der Nachbargemeinde hinter dem Tatzelwurm. Von Bayrischzell fährst du eine gute halbe Stunde über die Bergstraße.

Eine 4er-Sesselbahn bringt dich aus dem Ort hinauf. Oben warten Kneippbecken, Liegen und der Blick ins Inntal, dazu mehrere Wanderwege, die von der Bergstation weggehen. Ab der Mittelstation geht die Sommerrodelbahn hinunter, von dort startet auch der Flying Fox, und unten an der Talstation wartet eine Röhrenrutsche mit freiem Fall. Für Familien mit Kindern zwischen 5 und 15 ist das vermutlich das dichteste Angebot in unserem Umkreis.

WoTalstation Carl-Hagen-Straße 7, 83080 OberaudorfAnfahrt ab Bayrischzellca. 30 Min. mit dem Auto über den TatzelwurmBergbahn4er-Sesselbahn, Berg- und Talfahrt 19,50 Euro, Kinder 12,00 EuroFamilienticketab 50,00 Euro für 2 Erwachsene und 1 Kind, sechs Leistungen drinSommerrodelbahnrund 1000 Meter ab der Mittelstation, ab 3 JahrenGeöffnetbei guter Witterung täglich 9:30 bis 16:30 UhrWetterbei Dauerregen oder Sturm kein Betrieb, bei Nässe ist die Rodelbahn gesperrtParken3,00 Euro pauschal, davon 2,00 Euro zurück beim Kauf eines Bergbahntickets

Der Hocheck-Triathlon, so ist der Berg gedacht

Der Betreiber hat den Ablauf selbst durchgeplant und nennt ihn Hocheck-Triathlon: rodeln, fliegen, rutschen.

Du fährst mit der Sesselbahn bis zur Bergstation, schaust dort durch das kostenlose Fernrohr und gehst über den Spiel- und Sagenweg hinunter zur Mittelstation. Ab dort geht die Sommerrodelbahn los, rund 1000 Meter, TÜV-geprüft, mit einem 360-Grad-Kreisel unterwegs. Dann wieder hinauf zur Mittelstation, auf den 16 Meter hohen Startturm, und mit dem Oberaudorfer Flieger an einem Stahlseil ins Tal. Vom Flug bekommst du ein Foto aufs Handy.

Die Free-Fall-Rutsche schließt sich direkt an: Sie beginnt auf der Landeplattform des Fliegers und führt in einer teils verglasten Edelstahlröhre mit Kreisel hinunter auf das Niveau der Talstation, rund 25 Meter Höhenunterschied. Gerutscht wird in einem Sack. Wer nicht vorher geflogen ist, geht von der Talstation aus zu Fuß über einen Weg mit Treppe hinauf zum Start. Erlaubt ist das ab 6 Jahren und ab einer Körpergröße von 130 Zentimetern.

Das Kombiticket dafür kostet 60,00 Euro für Erwachsene, 55,00 Euro ermäßigt und 40,00 Euro für Kinder. Es gilt nur an einem Tag und nur für eine Person.

Für den Flieger gelten feste Grenzen: mindestens 8 Jahre alt, mindestens 130 Zentimeter groß, zwischen 31 und 125 Kilo. Wer darunter oder darüber liegt, sollte das vorher wissen und nicht erst oben auf dem Turm.

Für die Rodelbahn gilt nach der Norm: ab 3 Jahren, Kinder bis 8 Jahre nur mit einer Aufsichtsperson auf dem Doppelsitzer, dabei sitzt die kleinere Person vorne. Das Gesamtgewicht pro Schlitten darf 150 Kilo nicht überschreiten. Schwangere dürfen die Bahn nicht befahren. Nach vorne gelten mindestens 25 Meter Abstand, und Anhalten auf der Strecke ist verboten.

Wie es bei uns war

Anfang August war ich mit meiner 13-jährigen Tochter oben. Wir haben nicht den ganzen Triathlon gemacht, sondern den ruhigen Teil davon: mit der Sesselbahn ganz hinauf zur Bergstation, oben umgeschaut, und dann die Rodelbahn ab der Mittelstation.

Für sie war die Sesselbahn die eigentliche Hürde. Sie fährt sonst keine, sie mag das nicht, und sie hat sich trotzdem hineingesetzt. Wenn du ein Kind hast, das da ähnlich tickt: Die Viererbahn läuft ruhig und langsam, das macht es leichter.

Oben gibt es das Kneippbecken, die Waschanlage für Gold und Edelsteine und einen Biergarten mit einem Blick ins Inntal, für den sich die Auffahrt allein schon lohnt. Der Berggasthof hatte bei uns noch geschlossen, deshalb kann ich zum Essen nichts sagen.

Danach wieder mit der Bahn zur Mittelstation und rodeln. Das war für meine Tochter der beste Teil des Tages.

Die Sommerrodelbahn zieht sich durch den Hang zur Talstation
Die Sommerrodelbahn zieht sich durch den Hang zur Talstation
Das Kneippbecken an der Bergstation
Das Kneippbecken an der Bergstation
Die Gold- und Edelsteinwaschanlage oben am Berg
Die Gold- und Edelsteinwaschanlage oben am Berg
Vom Biergarten aus geht der Blick ins Inntal
Vom Biergarten aus geht der Blick ins Inntal
Der Startturm des Oberaudorfer Fliegers an der Mittelstation
Der Startturm des Oberaudorfer Fliegers an der Mittelstation

Nimm beide Hände an den Bremshebel

Das steht so in den Benutzungsbedingungen, und es hat einen Grund. Ich hatte in der einen Hand eine Kamera und wollte die Fahrt filmen. Das ging eine Weile gut, und dann bin ich fast stehengeblieben, weil ich mit einer Hand den Zug am Hebel nicht mehr halten konnte. Die Bahn hat Abschnitte, in denen man von sich aus nachhelfen muss, und dabei stemmt man sich gegen das eigene Gewicht. Einhändig funktioniert das nicht.

Der Vorteil derselben Bauart: Man fliegt hier auch nicht so schnell heraus, wie man befürchtet. Das ist eine Wannenbahn, keine Schienenbahn. Du holst dir den Schlitten selbst aus dem Depot und setzt ihn in die Rinne, statt in einen Wagen zu steigen, der fest auf einer Schiene läuft. Und weil der Schlitten frei in der Rinne liegt, wird bei Nässe gesperrt.

Was wir ausgelassen haben

Den Oberaudorfer Flieger und die Free-Fall-Rutsche haben wir ausgelassen. Es hat weder mich noch meine Tochter gereizt. Ich bin 56, und die Rutsche tue ich mir wegen dem Rücken nicht mehr an. Gegen den Flying Fox hätte ich nichts, er zieht mich nur nicht.

Beim Flieger haben wir anderen zugeschaut, und mir kam das langsamer vor, als die Angabe von bis zu 80 Kilometern in der Stunde vermuten lässt. Wer auf einen Schrecken hofft, wird vielleicht enttäuscht.

Wir waren einen guten halben Tag oben und hätten ohne Weiteres länger bleiben können. Von der Bergstation gehen Wanderwege weg, und die Aussicht ins Inntal macht dort oben jeden Weg besser.

Ab 3 Jahren, sagt der Betreiber

Das finde ich früh, auch wenn es sich erklärt: Kinder unter 8 dürfen nur auf dem Doppelsitzer mitfahren, gemeinsam mit einem Erwachsenen. Ein 3-Jähriger steuert also nie selbst. Der Erwachsene bremst dann aber für zwei, und zwar mit beiden Händen. Wer meint, er könne nebenher das Kind festhalten, hat die Bahn falsch eingeschätzt.

Was der Berg sonst noch hat

An der Bergstation steht eine große Gold- und Edelsteinwaschanlage, daneben ein Kneippbecken mit Wellnessliegen aus Lärchenholz, ein kleines Tiergehege und in der Hochecker Alm die Kuh Leni, die man mit etwas Geschick auch melken darf.

Der Spiel- und Sagenweg führt von oben zur Mittelstation und ist der Grund, warum Kinder den Abstieg mitmachen, ohne zu jammern.

Dazu kommen eine Disc-Golf-Anlage mit neun Bahnen im Bereich der Berg- und Mittelstation, eine Sommer-Tubing-Bahn an der Talstation, Abenteuerspielplätze und zwei hydraulische Spielbagger.

Gegessen wird im Berggasthof Hocheck mit Biergarten und Sonnenterrasse, im Wenger Stadl mit Spielplatz und langer Kugelbahn oder in der Hirschalm direkt an der Talstation.

Der Berggasthof oben ist ein eigener Betrieb der Familie Berger und hat täglich von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, Mittwoch ist Ruhetag. Die Bahn fährt schon ab 9:30 Uhr. Wer früh hinauffährt, steht also noch vor verschlossener Tür. Oben zahlst du bar, Karten werden dort nicht genommen. An der Bergbahnkasse und am Parkautomaten kannst du dagegen mit Karte zahlen.

Was es kostet

Bei der Bergbahn zahlen Kinder von 6 bis 15 Jahren den Kinderpreis, Jugendliche von 16 bis 18 und Senioren ab 65 den ermäßigten. Kleinkinder bis einschließlich 5 Jahre fahren kostenlos. Auch Gästekarten-Inhaber bekommen den ermäßigten Tarif.

Bergfahrt: 14,50 Euro für Erwachsene, 13,00 Euro ermäßigt, 10,00 Euro für Kinder.
Berg- und Talfahrt: 19,50 Euro, 17,00 Euro, 12,00 Euro.
Reine Talfahrt: 9,00 Euro, 7,00 Euro, 5,00 Euro.

Ein Ticket für die Bergfahrt reicht entweder bis zur Mittelstation mit anschließender Rodelbahn oder ganz hinauf zur Bergstation. Beides zusammen ist die Berg- und Talfahrt.

Der Oberaudorfer Flieger kostet allein 36,00 Euro für Erwachsene, 33,00 Euro ermäßigt und in der Gruppe, 23,00 Euro für Kinder. Mit Auffahrt sind es 44,50, 41,50 und 31,50 Euro. Die Free-Fall-Rutsche einzeln kostet 5,00 Euro, ein übertragbares Sechserticket 23,00 Euro. Eine Runde Disc-Golf über neun Bahnen kostet 8,00 Euro.

Am günstigsten fährt eine Familie mit dem Familienticket: 50,00 Euro für zwei Erwachsene und ein Kind, 65,00 Euro mit zwei Kindern, 80,00 Euro mit drei Kindern. Enthalten sind je eine Bergfahrt pro Person, eine Rodelbahnfahrt pro Person, ein Säckchen mit Edelsteinen je Kind für die Goldwaschanlage, eine Wanderkarte für den Sagenweg, ein Fünferticket für die Tubing-Bahn und eine Wertmünze je Kind für die Spielgeräte.

Für das, was in dem Familienticket steckt, finde ich den Preis angemessen.

Gruppen ab 15 Personen bekommen alle Tickets zum ermäßigten Tarif, anmelden muss man sich erst ab 30 Personen. Gruppentickets gibt es nur an der Kasse der Talstation.

Das Wetter entscheidet hier mehr als anderswo

Wenn es regnet oder die Bahn nass ist, wird die Sommerrodelbahn gesperrt. Bei Dauerregen oder Sturm steht der Berg ganz still. Bei einer halben Stunde Anfahrt lohnt sich deshalb der Blick vorher: Der Hocheck hat drei Webcams und meldet auf seiner Startseite tagesaktuell, was in Betrieb ist.

Fängt es während der Fahrt zu regnen an, gilt die Regel des Betreibers: anhalten, den Schlitten aus der Bahn heben und zu Fuß hinuntergehen.

Öffnungszeiten

In der laufenden Sommersaison ist der Erlebnisberg bei guter Witterung durchgehend von 9:30 bis 16:30 Uhr geöffnet. Der Oberaudorfer Flieger und die Free-Fall-Rutsche starten erst um 11:00 Uhr und laufen ebenfalls bis 16:30 Uhr.

Im Frühjahr und im Herbst sind die Zeiten kürzer und teilweise auf das Wochenende beschränkt. Die Liste auf hocheck.com wechselt mehrmals im Jahr, also vor der Fahrt dort nachsehen statt hier.

Hinkommen und parken

Ins Navi kommt die Talstation, Carl-Hagen-Straße 7 in Oberaudorf. Von Bayrischzell führt der Weg über die Bergstraße am Tatzelwurm vorbei.

Das Parken kostet tagsüber pauschal 3,00 Euro, rund um die Talstation und am großen Parkplatz am Übungsgelände. Zwei Euro davon bekommst du zurück, wenn du ein Bergbahnticket kaufst. Den Parkabschnitt dafür an der Kasse vorlegen. Ab 18:00 Uhr ist das Parken frei. Bezahlt wird am Automaten bar oder mit Karte.

Die Tatzelwurmstraße ist mautfrei, für die Fahrt hinüber zahlst du nichts. An einem Ferienwochenende waren die Plätze direkt an der Talstation schon am Vormittag belegt. Wer später kommt, stellt sich auf den großen Parkplatz am Übungsgelände. Unter der Woche und außerhalb der Ferien dürfte das kein Thema sein.

Gut kombinieren mit dem Tatzelwurm

Die Tatzelwurm-Wasserfälle liegen direkt an der Strecke, etwa auf halbem Weg. Wer früh losfährt, nimmt die Wasserfälle mit, das kostet rund eine Stunde, und ist danach immer noch rechtzeitig am Hocheck.

Umgekehrt funktioniert es auch: erst der Berg, auf der Rückfahrt der Wasserfall. An heißen Tagen ist die Schlucht die angenehmere Nachmittagswahl. Wir selbst haben es an dem Tag nicht gemacht, obwohl es auf dem Weg gelegen wäre.

Beim Laden der Karte werden Daten an OpenStreetMap übertragen.

  1. 1Hocheck Talstation Oberaudorf
  2. 2Tatzelwurm-Wasserfälle auf dem Weg

Tipp: Auf einen Eintrag in der Liste oder direkt in der Karte tippen.

Und im Winter

Am Hocheck läuft auch Winterbetrieb, mit Skiliften, Talabfahrt, Flutlicht und einer Winterrodelbahn. Die Zeiten und Preise dafür stehen auf hocheck.com, sie ändern sich mit der Schneelage.

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