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Einkehren in Geitau
Postgasthof Rote Wand – Restaurant
Die Rote Wand gehört für mich zu den drei Adressen, die ich aufzähle, wenn jemand fragt, wo man in und um Bayrischzell gut essen geht. Wir sind selbst öfter mit der Familie dort – meine Frau, ich, die drei Kinder – und es hat bisher jedem geschmeckt.
Gut-bürgerlich bayerisch, große Portionen, ordentliche Qualität, hausgemachte Soßen. Im klassischen Postgasthof in Geitau, einem ruhigen Ortsteil der Gemeinde Bayrischzell.
Hausgemachte Soßen, ehrliche Küche und mehr als Schnitzel
Die Soßen kommen hier nicht aus dem Packerl, und das merkt man. Ich habe zuletzt einen Leberkäs mit Kartoffelsalat und Spiegelei gegessen – solide und richtig gut. Der Hackbraten auf der Tageskarte war ein Fest. Schnitzel mit Pommes ist Schnitzel mit Pommes, aber eben ein gutes. Und für die Einkehr bei einer Radltour reicht eine Brotzeit oder eine kleine Mittagsportion.
Was uns über die Jahre geblieben ist: Die Qualität ist verlässlich und der Service ist flott – auch dann, wenn viel los ist. Man wartet nicht, weil sich jemand verzettelt.
Neben den Klassikern stehen auf der Karte regelmäßig auch saisonale, aufwendigere Gerichte – im Frühsommer zum Beispiel der Erdbeer-Spargel-Salat mit Saibling, dazu Vorspeisen, die über das übliche Wirtshaus-Repertoire hinausgehen. Wer Lust auf mehr als Schnitzel hat, findet hier mehr, als der Postgasthof-Begriff vermuten lässt.
Klassisch oder modern – beide Stuben im normalen Betrieb
Wer reinkommt, geht an der Rezeption vorbei und biegt links ins Gasthaus ab. Der Gang führt an der Küche entlang, und wer mag, kann beim Vorbeigehen reinschauen – eine kleine Geste, die man so nicht in jedem Haus findet.
Der überwiegende Teil des Restaurants ist klassisch gehalten – Holz, bayerische Wirtschaft, kein Designer-Konzept. Das ist der Raum, in den das Essen für mich am besten gehört.
Daneben gibt es die Poststube – moderner eingerichtet, aber bewusst bayerisch, alpenländisch reduziert. Sie ist kein Sonderraum für Gesellschaften, sondern wird ganz regulär wie die klassische Stube genutzt. Wer es etwas zeitgemäßer mag, kann sich also dort hinsetzen.
Biergarten unter den Kastanien – mein Favorit
Der Biergarten unter den Kastanien hinterm Haus ist genau der Ort, an dem ich bei einer Radltour einkehre. Großer Garten, kleiner Spielplatz für die Kinder, Blick auf die umliegenden Berge. Wenn das Wetter mitspielt, sitze ich dort lieber als drinnen – und das tut auch dem Restaurant gut, weil draußen nichts an die Erwartung „klassische Stube" gebunden ist. Man sitzt einfach.
Hotelfrühstück für Hausgäste, ordentlich aufgebaut
Das Frühstücksbuffet steht den Hausgästen täglich von 7:30 bis 10:00 zur Verfügung. Was beim Aufbau auffällt: ordentlich dimensioniert für die Größe des Ortsteils – Brot in mehreren Sorten, Wurst- und Käseplatten, Eierspeisen, Müsli, frisches Obst und eine warme Komponente. Klassisches Hotelfrühstück, sauber gemacht, nichts Aufgesetztes.
Michael Gaukler – vierte Generation in der Küche
In der Küche steht inzwischen Michael Gaukler, die vierte Generation des Hauses. Er ist als sehr guter Skifahrer aufgewachsen und hatte ursprünglich den Traum, Skiprofi zu werden. Entschieden hat er sich am Ende für das, was hier in die Wiege gelegt war: das Kochen.
Das erklärt einen Teil davon, warum es schmeckt – Familienküche ohne Kettenraster, von jemandem, der das wirklich machen will. Die Familie führt das Haus in dieser Linie seit 1912.
Adresse, Telefon, Anreise
Geitau 15, 83735 Bayrischzell · Telefon 08023 9050
Mit der BRB im Stundentakt von München-Hauptbahnhof bis Geitau, von dort wenige Minuten zu Fuß.
Ruhetage: Dienstag und Mittwoch. In den bayerischen Ferien und von Juli bis September ist mittwochs ab 17 Uhr geöffnet. An Feiertagen geöffnet.
Die aktuelle Karte mit Tagesgerichten und saisonalen Angeboten liegt auf der Hauswebsite. Tisch am Wochenende und in der Saison vorher reservieren ist sinnvoll – im Biergarten sowieso, sobald die Sonne kommt.
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